Entschädigung möglich bei Flugumbuchung

Werden Reisende ungefragt auf einen anderen Flug umgebucht, können sie Anspruch auf Entschädigung haben. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag entschieden. Nicht immer müssten sich die Reisenden bereits am Flughafen eingefunden haben, wenn ihnen die Beförderung verweigert werde. Sonst könnten Reiseveranstalter sich einer Pflicht zur Entschädigung durch frühzeitige Umbuchungen entziehen, urteilten die Richter. Da nicht alle Umstände des Falles aufgeklärt waren, wurde das Verfahren an die Vorinstanz zurückverwiesen. (Az.: X ZR 34/14)

In einem zweiten Verfahren entschieden die Richter, dass kostenlos reisende Fluggäste bei einer Flugverspätung keinen Anspruch auf finanzielle Entschädigung haben. Die europäische Fluggastrechte-Verordnung, die die Entschädigung von Reisenden regelt, gelte für kostenlos Mitreisende nicht, begründete der BGH sein Urteil. (Az.: X ZR 35/14)
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