Eon
Striktes Sparprogramm

Essen. Der Energiekonzern Eon plant nach der Abspaltung seines Kraftwerksgeschäfts ein Sparprogramm. "Wir brauchen noch mehr Kundennähe, müssen schlanker und schneller werden", schrieb Vorstandschef Johannes Teyssen im am Mittwoch veröffentlichten Zwischenbericht. Das "Projekt Phoenix" soll die Kosten um 400 Millionen Euro senken. Was das für die derzeit rund 40 000 Arbeitsplätze bei Eon heißt, ist offen. Derzeit habe Eon noch die gleichen "komplexen zentralen" Strukturen wie vor der Aufspaltung. "Das Zukunftsgeschäft aber ist kundennah und dezentral orientiert." Die historische Neuausrichtung hat dem Konzern einen gigantischen Verlust eingebrockt. In den ersten neun Monaten des Jahres verbuchte Eon laut Mitteilung ein Minus von 9,3 Milliarden Euro. Damit liegt der Verlust noch einmal 3,6 Milliarden Euro höher als vor einem Jahr. Insgesamt belaufen sich die Wertberichtigungen infolge der Konzernaufspaltung auf rund 23 Milliarden Euro. Bei Ökostrom, Netzen und Vertrieb steigerte Eon den Gewinn (1,9 Milliarden Euro) dagegen um rund 13 Prozent.

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