Ernüchterung auf der Hebebühne

Jedes vierte Auto fällt beim TÜV durch. Mit sicherheitsrelevanten Mängeln wie abgenutzten Bremsen und Reifen schickten die Prüfer 23,5 Prozent der Wagen noch mal in die Werkstatt, wie der Verband der TÜV (Technische Überwachungsvereine) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im Vorjahr lag die Quote mit 24,9 Prozent etwas höher.

Je älter die Autos, desto höher ist die Mängelquote. Häufig verweigern die Prüfer die Plakette wegen Problemen mit der Beleuchtung - obwohl diese leicht zu erkennen sind. "Hier sind vor allem die Autofahrer und die Werkstätten in der Verantwortung", hieß es. 63,9 Prozent der Autos kamen nach dem Bericht mängelfrei zum TÜV, 12,5 Prozent hatten geringe Mängel. Am besten schnitten Marken deutscher und japanischer Autobauer ab.

In den TÜV Report 2015 flossen die Ergebnisse von 8,5 Millionen Hauptuntersuchungen an 226 Fahrzeugmodellen aus dem Zeitraum Juli 2013 bis Juni 2014 ein. Der Report erscheint jährlich und soll Gebrauchtwagenkäufern Orientierungshilfe bieten.
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