Erst ausbauen, dann einbauen
Deutsche Bahn modernisiert ICE-3-Flotte

Nürnberg. Die Deutsche Bahn rüstet ihre ICE-3-Flotte mit neuer Innenausstattung und modernerer Technik aus. Ziel sei es, die Züge für Kunden komfortabler und digitaler zu machen, sagte Sprecher Jürgen Kornmann am Werk Fahrzeuginstandhaltung in Nürnberg. So sollen die 66 Züge der Baureihen 403 und 406 mehr Platz für Gepäck, Kinderwagen und Rollstühle bieten. Rund 30 000 Sitze werden in den ICEs verbaut und etwa 35 000 Quadratmeter neuer Teppich verlegt. Zudem werden alle Züge mit dem Europäischen Zugkontrollsystem ausgestattet. In die Frischekur der ICE-3-Flotte steckt die Deutsche Bahn rund 210 Millionen Euro. Bis 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Seit Ende 2016 sind 150 Fachleute am Werk Fahrzeuginstandhaltung in Nürnberg mit den Nachrüstungen beschäftigt. Dort würden die Züge entkernt, technisch überholt und dann nach und nach der Innenraum ausgebaut, erklärte Projektleiter Jan Poppendieck. Parallel werden im Nürnberger Werk drei Züge modernisiert, pro ICE 3 dauert das nach Unternehmensangaben neun Wochen. Zwar gebe es inzwischen den ICE 4, doch mache die Modernisierung der Vorgängerreihe Sinn, sagt Poppendieck. So seien die Züge für eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahren ausgelegt. Nach 15 Jahren im Einsatz seien sie zum Teil abgenutzt und nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand. Bild: dpa

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