Erste Schätzung
Atomausstieg kostet Eon Milliarden

Essen. Der Energiekonzern Eon richtet sich auf Milliardenausgaben für die Finanzierung des Atomausstiegs ein. Das Unternehmen nannte am Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen als erster deutscher Atomkonzern eine grobe Schätzung von zehn Milliarden Euro. Als Folge müssten Investitionen möglicherweise gestreckt werden "oder wir müssen uns anderer Mittel bedienen, um Kapital in das Unternehmen zu holen", sagte Finanzchef Michael Sen. Noch sei aber vieles offen.

Im ersten Quartal konnte Eon aufgrund des Sondergewinns von rund 400 Millionen Euro aus neu verhandelten Lieferverträgen mit dem russischen Gasriesen Gazprom den operativen Gewinn um acht Prozent auf knapp 3,1 Milliarden Euro steigern. Unter dem Strich stand ein Zuwachs des Überschusses von zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Ohne den Sondereffekt hätte sich die Talfahrt aber fortgesetzt.
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