Essener Chemiekonzern kauft Sparte von US-Konkurrenten
Milliarden-Deal von Evonik

Essen. Der Essener Chemiekonzern Evonik übernimmt für umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro das Geschäft des US-Konkurrenten Air Products and Chemicals für spezielle Zusatzstoffe. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zuvor hatte der Evonik-Aufsichtsrat seine Erlaubnis gegeben.

Das Geschäft soll noch 2016 abgeschlossen werden und sich 2017 positiv auf das Ergebnis auswirken, teilte Evonik mit. Die US-Firma stellt mit 1100 Mitarbeitern Zusatzstoffe für Lacke, Beschichtungen und Industriereiniger für die Bau- und die Autoindustrie und Schiffsbauer her und erwirtschaftete 2015 bei umgerechnet knapp einer Milliarde Euro Umsatz mehr als 200 Millionen Euro Gewinn (Ebitda). Laut Evonik bringt das Geschäft Steuervorteile von mehr als 400 Millionen Euro.

Zudem ernannte der Aufsichtsrat Strategievorstand Christian Kullmann zum stellvertretenden Vorstandschef. Kullmann gilt als Kandidat für den Chefposten nach dem Ausscheiden des bisherigen Vorstandschefs Klaus Engel 2018.
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