EU: Auch künftig Gebühren beim Roaming

Die Pläne der EU-Länder zur weitgehenden Beibehaltung der Roaming-Gebühren werden konkreter. So sollten Bürger etwa bei Anrufen aus dem Ausland nur 50 Minuten lang zu Inlandskonditionen telefonieren können, berichtete die "Bild"-Zeitung am Freitag. Die Staaten hatten sich Anfang März darauf verständigt, dass sie die Extra-Gebühren für mobiles Telefonieren und Surfen im Ausland mit Einschränkungen vorerst weiter erlauben wollen. Beschlossen ist aber noch nichts.

Ab 2016 sollen dem Bericht zufolge Verbraucher 50 SMS pro Jahr aus dem Ausland zu Inlandsbedingungen verschicken können, die mobile Internetnutzung ohne Aufschläge wäre nur bis zu 100 Megabyte im Jahr möglich. Ein EU-Diplomat bestätigte, dass die Zahlen dem derzeitigen Kompromiss unter den Staaten entsprechen. Seit einigen Jahren gibt es eine europäische Begrenzung der Roaming-Aufschläge. So dürfen Mobilfunkanbieter von Kunden im europäischen Ausland nicht mehr als 19 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 5 Cent für ankommende Anrufe, 6 Cent pro versendeter SMS und 20 Cent pro Megabyte Daten verlangen. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer.
Weitere Beiträge zu den Themen: Brüssel (695)Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.