EU deckelt Gebühren für Kreditkarten

Kreditkartengebühren sollen laut EU nicht mehr ausufern. Bild: dpa
Verbraucher in der EU haben bei Zahlungen mit Kreditkarten künftig mehr Klarheit über die Höhe der Gebühren. Nach einer Abstimmung des EU-Parlaments am Dienstag werden die Gebühren noch in diesem Jahr gedeckelt. Der Händler zahlt beim Kreditkartenkauf eines Kunden eine Gebühr an seine Bank, die diese an die Bank des Konsumenten weitergibt. Diese wird nun begrenzt. Bei Kreditkarten soll ein Limit von 0,3 Prozent, bei Debitkarten - etwa EC- oder Maestro-Karten - eine Grenze von 0,2 Prozent des zu zahlenden Preises gelten. Bisher sind die Sätze in den 28 EU-Ländern sehr unterschiedlich (Deutschland: Limit 1,8 Prozent). Die neue Regelung gilt voraussichtlich ab September. Bisher zahlen Einzelhändler in Europa dafür zehn Milliarden Euro jährlich. Das neue EU-Gesetz setze diesem "Exzess unfairen Wettbewerbs" ein Ende und verringere die Kosten um rund sechs Milliarden Euro. Die rund 500 Millionen EU-Bürger besitzen etwa 727 Millionen Bezahlkarten.
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