Ex-Kanzleramtsminister Pofalla nun Chef-Lobbyist des Konzerns
Dienstbeginn bei der Bahn

Ronald Pofalla. Archivbild: dpa
Mehr Zeit für Privates wolle er haben, hieß es unter anderem zur Begründung dafür, dass Kanzleramtschef Ronald Pofalla im Dezember 2013 seinen Posten aufgab. Drei Wochen später kam heraus, was der CDU-Politiker vorhatte: Pofalla plante den Wechsel ins Management der Deutschen Bahn. Seit Freitag arbeitet der 55-Jährige nun als Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen. Dabei erfüllt er vor allem zwei Funktionen: Er soll die Kontakte zu den Bahnexperten im Bundesverkehrsministerium und des Bundestages pflegen und sich dort für die Interessen der Bahn einsetzen, deren Eigentümer der Bund ist. Viel wichtiger dürfte Pofallas Wirken in Brüssel sein. Dort soll er Einfluss auf die Entscheidungsträger der Europäischen Union nehmen, wenn es etwa um Wettbewerbsfragen geht. Zuletzt wehrten sich Bund und Bahn erfolgreich gegen das Bestreben der EU-Kommission, den Zugbetrieb organisatorisch vom Gleisnetz der Bahn zu trennen. Nach dem Wunsch von Bahnchef Rüdiger Grube soll der Ex-Politiker voraussichtlich 2017 in den Konzernvorstand aufsteigen.
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