Exporteure erwarten schwächeres Geschäft
Kleiner Dämpfer

München. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April etwas eingetrübt, bleibt jedoch gut. Der Ifo-Geschäftsklimaindex, sank gegenüber dem Vormonat um 0,1 auf 106,6 Punkte, weil die befragten Unternehmen mit ihrer aktuellen Geschäftslage etwas weniger zufrieden waren. Allerdings hellten sich ihre Erwartungen für das kommende halbe Jahr auf. Der neue Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sagte am Montag: "Die deutsche Wirtschaft bleibt in einem moderaten Aufschwung."

Motor der deutschen Wirtschaft bleibt die Inlandsnachfrage, wie Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe erklärte. Nur deshalb stuften die Industrieunternehmen ihre Geschäftsaussichten wieder etwas optimistischer ein. Die Produktionspläne wurden deutlich nach oben korrigiert.

"Die Exporterwartungen dagegen sind gesunken." Die chinesische Wirtschaft wachse langsamer, die Konjunktur in den USA sei etwas schwächer, Brasilien und Russland steckten in der Krise, und der mögliche EU-Austritt Großbritanniens "erhöht die Unsicherheit".

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Er wird monatlich aus der Befragung von rund 7000 Unternehmen ermittelt. Im April sank der Index für die aktuelle Geschäftslage um 0,6 auf 113,2 Punkte. Der Index für die Geschäftserwartungen stieg dagegen um 0,4 auf 100,4 Punkte.
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