Filigran oder buschig: Bei Augenbrauen geht der Trend zum Wildwuchs
Haarige Angelegenheit

Topmodel Cara Delevingne macht es vor: Buschige Augenbrauen sind gerade im Trend. Bild: dpa
Buschige Augenbrauen sind für den Visagisten René Koch der Ausdruck von Emanzipation und Freiheit. Bis vor kurzem rahmten Frauen noch mit einer filigranen Braue ihre Gesichter. Alle paar Tage griffen sie zur Pinzette. Auf den Laufstegen war es aber dann zuerst zu sehen: vermeintlicher Wildwuchs.

Topmodel Cara Delevingne ist die Vorreiterin des trendigen Looks. Aber das heißt nicht, dass die Brauen nicht mehr gepflegt werden. Auch der Wildwuchs muss regelmäßig in Form gezupft werden.

Hinzu kommt die tägliche Pflege: Je länger die Härchen sind, desto mehr rollen sie sich. Petra Kutz-Breimer, Leiterin der Berufsschule für Kosmetik in Nürnberg, rät, die Haare täglich zu bürsten. "Mit Wachs oder Haarlack können die Brauen dann fixiert werden." Doch nicht jedem steht der wilde Augenbrauen-Look. Heidemarie Schulz-Brüsewitz vom Bundesverband Deutscher Kosmetiker empfiehlt die buschige Braue mit einem Stift einzuzeichnen. So sollte man sich Freunden zeigen oder sie ein Vorher-Nachher-Foto bewerten lassen. Gefällt das Ergebnis, darf die Augenbraue Stück für Stück etwas breiter wachsen. "Es sollten die Haare weggezupft werden, die nicht in der eingezeichneten Form sind", erklärt Schulz-Brüsewitz.

Ob buschige oder schmale Braue - Zupfregeln gibt es bei jeder Form zu beachten: Der höchste Punkt der Braue sollte zwischen dem zweiten und dritten Drittel der Braue liegen. Schulz-Brüsewitz betont: "Zu zwei Dritteln steigt die Augenbraue vom inneren Auge auf, im hinteren Drittel fällt sie wieder ab."

Wer einen Stift in senkrechter Linie an den Nasenflügel und den inneren Augenwinkel hält, findet die optimale Länge der Augenbraue heraus. Ab diesem Punkt sollte die Augenbraue beginnen. Gleiches gilt für das hintere Ende: Stift an Nasenflügel und äußeren Augenwinkel anlegen. Wo Stift und Augenbraue sich dann kreuzen, ist Schluss.

In Wuchsrichtung zupfen

Die Braue sollte in Wuchsrichtung gezupft werden, erklärt der Visagist. Je nach Haarwuchs sollte dann ein- bis zweimal in der Woche nachgezupft werden. Wer vor dem Zupfen die Haut mit einem kalten Teelöffel kühlt, hat weniger Schmerzen. Und eines ist Koch wichtig: "Bitte nicht rasieren!" Die Stoppeln sehen wie fiese Mitesser aus. Neben der Form ist auch die Farbe entscheidend: "Die Braue sollte nicht ganz die gleiche Farbe wie die Haare haben", erklärt Kutz-Breimer. Besser ist sie ein bis zwei Nuancen dunkler als die Haarfarbe. Unterscheide sich die Farbe der Brauen zu sehr von der Haarfarbe, sehe es unnatürlich aus.
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