Finanzwerte die großen Verlierer

Aktien: Die vorerst gescheiterte Einigung im griechischen Schuldenstreit hat dem Dax den größten Tagesverlust seit Jahren eingebrockt. Ein Crash an Europas Börsen blieb, wie von Experten, erwartet am Montag aber aus. Der Dax schloss 3,56 Prozent schwächer bei 11 083,20 Punkten. Für den MDax ging es um 2,67 Prozent auf 19 806,99 Punkte bergab. Der TecDax verlor 2,84 Prozent auf 1647,79 Punkte.

"Der Super-Gau, ein Austritt Griechenlands aus dem Euro, ist derzeit näher als man es je für möglich gehalten hätte", sagte Analyst Jens Klatt vom Devisenhändler DailyFX. Karsten Junius, Chefökonom der Schweizer Privatbank J.Safra Sarasin, kommentierte: "Die Entscheidung der griechischen Regierung, ein Referendum abzuhalten, hat in eine ,Lose-lose'-Situation geführt." Es sei vielleicht aus Sicht der Regierung ein kluger Schachzug, die Verantwortung in die Hände des Volkes zu legen. Die Finanzwerte gerieten europaweit unter die Räder: In Deutschland waren die Papiere der Deutschen Bank mit minus 5,81 Prozent größter Dax-Verlierer. Sie belastete zudem ein Bericht der "Financial Times", demzufolge die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) dem scheidenden Co-Chef Anshu Jain im Zusammenhang mit den Untersuchungen des Libor-Skandals Irreführung vorwirft. Die Titel der Commerzbank verloren 4,8 Prozent. Der Eurostoxx 50 sackte um 4,21 Prozent auf 3468,90 Punkte ab. Der Dow Jones Industrial stand zum europäischen Handelsende im Minus.

Renten:Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere fiel von 0,69 Prozent am Freitag auf 0,63 Prozent. Der Rex stieg um 0,26 Prozent auf 138,35 Punkte. Der Bund-Future gewann 1,11 Prozent auf 151,74 Zähler.

Euro:Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1133 (Freitag: 1,1202) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8982 (0,8927) Euro. (dpa)
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