Fleischfirmen gegen Dumping

Schweinereien bei den Beschäftigungsverhältnissen wollen die großen deutschen Fleischkonzerne künftig ausschließen. Daher haben die Unternehmen in Berlin eine Selbstverpflichtung unterzeichnet. Archivbild: dpa
Nach Skandalen um osteuropäische Billigkräfte auf deutschen Schlachthöfen will die Fleischindustrie verstärkt gegen Sozialdumping vorgehen. Eine entsprechende Selbstverpflichtung unterzeichneten am Montag in Berlin die führenden Fleischkonzerne Tönnies, Vion, Heidemark, Danish Crown, Lohmann sowie Westfleisch. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) nannte die Vereinbarung einen "Riesenfortschritt", die Zusagen der Unternehmen würden laufend überprüft. Die Unternehmen sagen unter anderem zu, den Anteil der Stammbelegschaft zu erhöhen. Den seit 2014 bestehenden Branchenmindestlohn nennen sie einen "entscheidenden Bestandteil". Zugleich versprechen die Konzerne ihren Angestellten eine bessere Absicherung vor Risiken wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit sowie die Möglichkeit, Rentenansprüche aufzubauen.
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