Fraunhofer SIT und Telekom bringen kostenlose Mail-Verschlüsselung auf den Markt
Mehr Sicherheit im Posteingang

Wer Mailprogramme wie Outlook oder Thunderbird benutzt, kann ab kommendem Jahr die "Volksverschlüsselung" von Fraunhofer-Institut und Telekom nutzen. Bild: dpa
Verschlüsselte E-Mails zu versenden, wird bald einfacher. Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) und die Telekom wollen in der ersten Jahreshälfte 2016 einen kostenlosen Verschlüsselungsdienst beim E-Mail-Versand einführen. Die sogenannte "Volksverschlüsselung" soll sich mit jeder E-Mail-Adresse nutzen lassen - vorausgesetzt, es wird ein Mailprogramm wie Outlook oder Thunderbird verwendet.

Damit auch technisch nicht versierte Nutzer verschlüsseln können, wird eine Software automatisch die nötigen Einstellungen vornehmen und kryptografische Schlüssel erstellen. Zur Anmeldung müssen sich Nutzer über das Telekom-Log-in oder den elektronischen Personalausweis identifizieren. Auch das Postident-Verfahren soll künftig als Ausweismethode hinzukommen. In der ersten Ausbaustufe wird das Programm zunächst nur für Windows zur Verfügung stehen und die Verschlüsselung mit dem S/MIME-Protokoll unterstützen. Es wird von vielen Mail-Clients wie Outlook und Thunderbird unterstützt. Eine Integration des Open-PGP-Standards ist geplant. In späteren Versionen sollen auch Mac OS X, Android und I-OS unterstützt werden.

Telekom und Fraunhofer SIT setzen mit ihrer "Volksverschlüsselung" den Trend zu mehr sicherer Verschlüsselung im E-Mail-Verkehr fort. United Internet mit seinen Mail-Diensten GMX und Web.de bietet seit August 2015 ein auf dem PGP-Standard basierende Verschlüsselung an. Sie funktioniert über die Browser-Erweiterung "Mailvelope" auch in den Weboberflächen der Dienste.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.sit.fraunhofer.de/de/volksverschluessel...
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