Früherer Flug: Entschädigung möglich

Bei der Vorverlegung eines Fluges um mehrere Stunden können Reisende unter Umständen eine finanzielle Entschädigung geltend machen. Das ergibt sich aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom Dienstag. Den Richtern lag die Klage eines Paares vor, das einen Urlaub auf Fuerteventura gebucht hatte. Weil der Rückflug um mehrere Stunden vorverlegt worden war, verlangte es von dem Ferienflieger Tuifly Entschädigung.

Da Tuifly am Dienstag die Forderung der Kläger anerkannte, kam es zu keinem Urteilsspruch über die Frage. Nach einer vorläufigen Bewertung des Sachverhalts könne eine "mehr als nur geringfügige Vorverlegung" unter Voraussetzungen jedoch einer Annullierung gleichkommen, gab der BGH bekannt. Danach gilt ein Flug dann als annulliert, wenn das Unternehmen seine "ursprüngliche Flugplanung endgültig aufgibt". "Die ursprüngliche Flugplanung wird auch dann aufgegeben, wenn ein Flug um mehrere Stunden ,vorverlegt'" werde, so der BGH.
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