Fusion im Gespräch

Seit 2014 gibt es immer wieder Spekulationen über die Zukunft von T-Mobile US. Nun steht angeblich eine Fusion mit dem amerikanischen Pay-TV-Anbieter Dish im Raum. Archivbild: dpa

T-Mobile US und der Bezahlfernsehanbieter Dish stehen angeblich vor einer Milliarden-Fusion. Aber viele Detailfragen sollen noch offen sein. Die Aktionäre der Telekom in Deutschland freuen sich schon auf einen Deal.

Nach Monaten der Ruhe gibt es wieder neue Spekulationen über die Zukunft von T-Mobile in den USA: Jetzt soll erneut der amerikanische Fernsehanbieter Dish interessiert sein, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag.

Laut "WSJ" sprechen Dish und die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom über eine Fusion. Wie die Zeitung am Donnerstag berichtete, sei man sich über den Preis aber noch nicht einig. Demnach gibt es jedoch in anderen Punkten ein grundsätzliches Übereinkommen: T-Mobile-Chef John Legere solle das gemeinsame Unternehmen führen, während Dish-Chef Charlie Ergen Verwaltungsratschef werde. Legere schrieb dazu via Twitter, das Gerücht verdiene keinen Kommentar. Unter Marktbeobachtern gilt Dish als Kandidat für eine Übernahme von T-Mobile. Der Fernsehanbieter hat Funkfrequenzen im Wert von 50 Milliarden Dollar gekauft.

Mit den 57 Millionen Kunden von T-Mobile in den USA könnte Dish sich besser gegen die Video-Streaming-Angebote von Netflix, Hulu und Amazon wehren. Gemessen am Schlusskurs der Aktien von Mittwoch sind beide Unternehmen zusammen 64 Milliarden US-Dollar wert. Der kombinierte Jahresumsatz läge bei rund 45 Milliarden Dollar. Die Telekom hatte auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends den US-Mobilfunker Voicestream übernommen. Unter anderem wegen der daraus entstandenen hohen Schulden wollte der Konzern das US-Geschäft an AT&T verkaufen, scheiterte jedoch am Widerstand der Wettbewerbshüter. Die Telekom selber ist offen für einen Verkauf.
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