GDL: Weselsky schmeißt Vorgänger raus

Manfred Schell. Archivbild: dpa
Der Hauskrach bei der Lokführergewerkschaft GDL ist eskaliert. Der geschäftsführende Vorstand um Gewerkschaftschef Claus Weselsky hat am Montag fünf frühere Funktionäre aus der GDL ausgeschlossen. An der Spitze trifft es Weselskys Vorgänger Manfred Schell, der die GDL bis 2008 geführt hatte. Auch die beiden ehemaligen Stellvertreter Weselskys, Sven Grünwoldt und Thorsten Weske, müssen gehen. Schell kündigte in der "Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten" an, gegen den Rauswurf vorzugehen.

Als Grund nannte die GDL Beitragsrückstände in teilweise fünfstelliger Höhe. Die Gewerkschafter hatten wiederholt den konfrontativen Kurs Weselskys in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn kritisiert. "Wer trotz mehrfacher Aufforderung seinen Beitragszahlungen nicht nachkommt, hat keinen Anspruch auf Mitgliedschaft. Dies gilt für jeden, ohne Ansehen der Person", erklärte hingegen der amtierende GDL-Vize Norbert Quitter. Wegen gewerkschaftsschädigenden Verhaltens habe man auch den Ausschluss der Ex-Funktionäre Volker Siewke und Dieter Kowalsky beschlossen. Kowalsky, Siewke und Schell gehören zu den Gründungsmitgliedern der "Initiative für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der GDL".
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