Gemüsebauern beklagen zu hohes Angebot

In Deutschland starten die Gemüsebauern wegen des russischen Importstopps für Agrarprodukte aus der EU mit Sorgen ins neue Jahr. Bei manchen Produkten sei das Angebot schon seit Herbst größer als der Verbrauch, teilte der Bauernverband mit. Vor allem bei Kohl drohten bald übermäßige Mengen auf den Markt zu kommen, zumal Lagerkapazitäten in wichtigen Anbaugebieten in Norddeutschland nicht ausreichten. Sollte das Embargo länger dauern als bis Mitte 2015, wenn die Lagersaison endet, seien die Aussichten besorgniserregend.

Die Verbraucher können 2015 indes mit günstigeren Lebensmitteln rechnen. Das hatte der Verband bereits Anfang Dezember mitgeteilt. Die Preise dürften das Niveau halten, es könne sogar "eher ein Minus" geben. Hintergrund ist ein Einbruch der Weltmarktpreise, der die Geschäftsaussichten der deutschen Landwirte nach drei starken Jahren absacken lässt. Für das laufende Wirtschaftsjahr 2014/15 rechnet der Bauernverband mit Ergebnisrückgängen in allen Sparten.
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