Gespräche mit Investoren über Einstieg bei Blaupunkt
Hoffnungsschimmer

Neben Fernsehgeräten produziert Blaupunkt unter anderem Navigationsgeräte, Autoradios und Verstärker. Archivbild: dpa
Bei dem angeschlagenen Elektronik-Hersteller Blaupunkt mit Hauptsitz in Hildesheim (Niedersachsen) bahnt sich der Einstieg eines Investors an. Ein Sprecher bestätigte am Mittwoch ernsthafte Gespräche. "Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten", hieß es.

Die Blaupunkt Technology Group mit 450 Mitarbeitern in sechs Ländern restrukturiert sich seit September per Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Management bleibt dabei im Amt und übernimmt die Sanierung.

Der für Blaupunkt bestellte Sachwalter Rainer Eckert, der die Interessen der Gläubiger wahrnimmt, sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung": "Wir sind in entscheidenden Gesprächen mit zwei Investoren." Dabei handle es sich um einen strategischen - also am Blaupunkt-Geschäft selbst interessierten - Investor sowie um einen Finanzinvestor. "Die beiden sind erst mal in die engere Auswahl gekommen, wir sind aber auch mit anderen im Gespräch", ergänzte der Blaupunkt-Sprecher. Die Eröffnung des beantragten Insolvenzverfahrens wird für Anfang Dezember erwartet.

Das Autoelektronik-Spezialist - zu dessen ursprünglichem Kerngeschäft Radios, Verstärker oder Lautsprecher zählten - war vor gut sieben Jahren vom Technikkonzern Bosch an den Investor Aurelius verkauft worden. Blaupunkt war 1923 gegründet worden. Heute lässt das Unternehmen seine Produkte in Malaysia fertigen.
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