Gewerbesteuer
Studie: Kommunen drehen heftig an Steuerschraube

Stuttgart/München. Auf der Suche nach einem Firmensitz mit Steuervorteil müssen Unternehmen nicht ins Ausland abwandern: Ein Umzug innerhalb Deutschlands kann ausreichen, um Hunderttausende Euro zu sparen. Zum Beispiel von Oberhausen im Ruhrgebiet nach Eschborn in Hessen oder Unterhaching in Bayern, wo die Gewerbesteuer-Sätze besonders niedrig sind.

Die Schere zwischen reichen und armen Städten geht nach einer aktuellen Studie des Prüfungs- und Beratungskonzerns EY (Ernst & Young) immer weiter auseinander. Die Experten analysierten den Trend bei der Grundsteuer B und der Gewerbesteuer in allen 11 103 deutschen Kommunen seit 2005. Demnach geraten immer mehr arme Kommunen in einen Teufelskreis aus Verschuldung und Steuererhöhungen.

Zahlen für das erste Halbjahr 2015 hierzulande nur 35 Kommunen die Gewerbesteuer gesenkt, während sie 1558 Kommunen erhöhten. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Grundsteuer B, die Hausbesitzer beziehungsweise Mieter zahlen. Und auch der längere Vergleich seit dem Jahr 2010 legt nahe, dass die Kluft zwischen armen und reichen Kommunen wächst. Besonders die Wirtschaftsmotoren Bayern und Baden-Württemberg eilen davon.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.