Gewerkschaft kündigt weitere Aktionen bei der Post an
Verdi gibt nicht nach

Sind wegen der Proteste bei der Post vor dem Nikolaustag viele Pakete liegengeblieben? Verdi sagt: Ja. Die Post sagt: Nein. Archivbild: dpa
Die Protestaktionen in den Paketzentren der Deutschen Post haben die Zustellung nach Angaben des Konzerns kaum beeinträchtigt. Ein Sprecher der Post sagte am Samstag, man habe sich auf den Engpass eingestellt. In der Nacht seien fünf Millionen Paketsendungen bearbeitet worden. Weniger als 200 000 würden bis heute ankommen.

Die Gewerkschaft Verdi betonte, es seien viele Pakete liegengeblieben. Mit Betriebsversammlungen in 32 von 33 Paketzentren hatten Beschäftigte am Freitag gegen die aus ihrer Sicht zu hohe Zahl befristeter Jobs bei der Post protestiert. Rolf Bauermeister, der für die Post zuständige Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Verdi, kündigte weitere "betriebliche Aktivitäten" an, wenn die Post nicht einlenke. Die Post hatte sich auf den Protest eingestellt und externe Kräfte angeheuert. Auch Mitarbeiter, die in der Verwaltung der Paketzentren arbeiten, hätten mitangepackt, berichtete ein Sprecher.

Laut Verdi sind von bundesweit 131 000 Beschäftigten im Brief- und Paketbereich rund 24 000 mit befristeten Arbeitsverträgen eingestellt. Die Post spricht dagegen von 14 700 befristeten Kräften und rund 9000 saisonalen Aushilfskräften. Die Gewerkschaft erkenne an, dass ein Anteil von Befristungen berechtigt sei, meinte Bauermeister. Die Post habe den Bogen aber überspannt.
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