Gleicher Lohn für alle
Union lehnt Auskunftsrecht ab

Berlin. Im Streit um ein Gesetz für mehr Lohngleichheit von Frauen und Männern kommen Union und SPD nicht zueinander. Die Union fordert Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) zur Abschwächung ihres Entwurfs auf. Schwesig stemmt sich gegen umfassende Änderungswünsche. "Wer es ernst meint mit der Lohngerechtigkeit, darf nicht einen Großteil der Frauen davon ausschließen." Die Lücke müsse sich für alle Frauen schließen.

Der familienpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Marcus Weinberg, entgegnete: "Wir erwarten einen geänderten Entwurf, der den Vorgaben des Koalitionsvertrages entspricht." Schwesig pocht auf ein Lohngerechtigkeitsgesetz für alle 31 Millionen Beschäftigte. Die Union wolle dies nur für 6 Millionen. Eine Spitzenrunde bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte festgelegt, dass eine Verhandlungsgruppe um Schwesig und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) über das Gesetz weiter verhandelt. An mehreren Punkten geht der Union Schwesigs Gesetzentwurf aus dem vergangenen Jahr zu weit. Ein Punkt ist der darin vorgesehene Auskunftsanspruch. Frauen sollen erfahren können, was Kollegen, die das Gleiche arbeiten, im Durchschnitt verdienen.
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