Grenzen für Überwachung von Mitarbeitern

Nur bei einem konkreten Verdacht einer schweren Pflichtverletzung dürfen Arbeitgeber Detektive zur Kontrolle von Mitarbeitern einsetzen. Das urteilte das Bundesarbeitsgericht am Donnerstag in Erfurt (8 AZR 1007/13) . Derartige Pflichtverletzungen können laut einem Gerichtssprecher das Vortäuschen einer Krankheit sein. Bei einer unzulässigen Überwachung hätten observierte Arbeitnehmer Anspruch auf Schmerzensgeld. Im verhandelten Fall erklärte das Gericht die Beschattung einer Frau für rechtswidrig. Diese war nach einer Krankschreibung im Auftrag ihres Chefs von einem Detektiv überwacht worden. Vor dem Auftrag an den Detektiv habe es keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass sie ihre Krankheit vortäusche, hieß es. Die Frau hatte 10 500 Euro Schmerzensgeld gefordert. Das Landesarbeitsgericht Hamm hatte ihr 1000 Euro zugesprochen. Die Bundesrichter hielten dies für angemessen.
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