Griechenland: Rettungsplan ohne Änderung

Eine neue Regierung in Athen kann sich keine Hoffnung auf eine grundsätzliche Änderung des neuen Rettungsprogramms der Europartner machen. "Es wird keine politische Wiederverhandlung des Programms geben", sagte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Samstag in Luxemburg. Es seien aber bei dem Programm mit einem Umfang von bis 86 Milliarden Euro noch nicht alle Details festgelegt, beispielsweise zur Reform des Arbeitsmarktes, so der Niederländer. Deshalb seien weitere Gespräche mit Athen nötig. Im krisengeschüttelten Griechenland sind die Bürger am 20. September zu Wahlen aufgerufen.

Prominente Vertreter europäischer Linksparteien wollen unterdessen eine Kampagne des zivilen Ungehorsams gegen die Finanzpolitik in der Euro-Zone. Die Gruppe um den griechischen Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis und den früheren deutschen Linke-Chef Oskar Lafontaine schlägt einen "internationalen Gipfel für einen Plan B für Europa" vor. Sie gehen hart mit der Haltung der Euro-Länder zu Griechenland ins Gericht und fordern eine Neuverhandlung der europäischen Verträge.
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