Griechenland zahlt Rate an IWF zurück

Griechenland hat die für heute anstehende Schuldenrate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) überwiesen. Dies berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf das Finanzministerium am Montagabend. Es handelt sich um eine Tilgungszahlung in Höhe von gut 756 Millionen Euro.

Hoffnungen Griechenlands auf eine baldige Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 7,5 Milliarden haben die Euro-Partner am Montag gedämpft. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel: "Die Fortschritte sind nicht so, dass heute mit irgendeiner Entscheidung zu rechnen ist." Im Streit um die Reformliste hat Griechenland zuletzt dem Vernehmen nach Zugeständnisse bei den Renten und Steuern gemacht. Die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras schließt eine Volksabstimmung nicht aus, falls sie keine eigene Mehrheit für ein nötiges Gesetz über mögliche Steueränderungen zustande bekommt. Schäuble hält ein Referendum für sinnvoll: "Das wäre vielleicht sogar eine richtige Maßnahme, das griechische Volk entscheiden zu lassen, ob es das, was notwendig ist, bereit ist zu akzeptieren oder ob es das andere möchte."
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