Griechisches Nein belastet Dax nur leicht

Aktien: Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben das Nein im Griechenland-Referendum besser verkraftet als befürchtet. Der Dax verlor am Montag 1,52 Prozent auf 10 890,63 Punkte. Im Handel vor Öffnung der Börse war das Minus noch deutlich höher gewesen - im Tagesverlauf erholte sich der Index. Der überraschende Rücktritt des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis wurde dabei von Börsianern als Stütze für den Markt gesehen. Der MDax fiel um 1,01 Prozent auf 19 673,56 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,35 Prozent auf 1651,09 Punkte nach unten.

Bankwerte standen europaweit am stärksten unter Druck. Entsprechend gehörten die Anteilsscheine der Deutschen Bank, der Commerzbankund der Aareal Bank mit Abgaben zwischen 2,95 und 3,73 Prozent zu den schwächsten Werten innerhalb ihrer jeweiligen Indizes.

Die Unsicherheit wegen einer Beteiligung in Griechenland hat die Aktien der Deutschen Telekom um 2,44 Prozent ins Minus befördert. Der Konzern hält 40 Prozent am griechischen Telekom-Unternehmen OTE. Die Anteilsscheine der Deutschen Post profitierten derweil vom Ende des Streiks. Die Papiere standen mit einem Gewinn von mehr als 2 Prozent einsam an der Spitze des Leitindex.

Auch europaweit verbuchten die Börsen Verluste: Der Eurostoxx 50, Leitindex der Eurozone, büßte 2,22 Prozent auf 3365,20 Punkte ein und auch in Paris zeigte sich der wichtigste Index sehr schwach. In den USA gab der Leitindex Dow nur etwas nach.

Renten:Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,68 Prozent auf 0,60 Prozent. Der Rex gewann 0,23 Prozent auf 138,86 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,25 Prozent auf 152,21 Punkte vor.

Euro:Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1008 (Freitag: 1,1096) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9084 (0,9012) Euro. (dpa)
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