Griechisches Schwarzgeld soll nach Hause

Mit einer Amnestie für Steuersünder erhofft sich Griechenland Einnahmen aus im Ausland deponiertem Schwarzgeld. Es solle eine Chance geben, dieses Geld gegen Zahlung einer einmaligen Abgabe zu legalisieren, sagte der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis am Dienstag in Athen. Die Höhe der Abgabe nannte er nicht. Das solle bald geregelt werden, hieß es. Nach Expertenschätzungen liegen auf griechischen Konten in der Schweiz rund 80 Milliarden Euro, davon mutmaßlich zwei Drittel Schwarzgeld. Zuvor hatten die Schweiz und das pleitebedrohte Griechenland ihre Gespräche über ein bilaterales Steuerabkommen wieder aufgenommen.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hält zudem eine Einigung mit den internationalen Geldgebern bis zum 9. Mai für möglich. Sollte es anders kommen, sei eine Volksabstimmung denkbar. Neuwahlen erteilte der Premier in einem Interview mit dem griechischen Sender Star TV am späten Montagabend eine Absage.
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