Großaufträge geben der Branche in Deutschland Rückenwind - Ausfuhren aber noch unter denen des ...
Goldener September für Maschinenbau

Der Maschinen- und Anlagenbau, eine der Vorzeigebranchen in Deutschland, verzeichnete zum Sommerende eine deutlich höhere Nachfrage nach Maschinen und Anlagen. Archivbild: dpa
Nach dem enttäuschenden Sommer haben sich die Bestellbücher der deutschen Maschinenbauer aufgrund zahlreicher Großaufträge wieder gefüllt. Der Auftragseingang lag im September um 13 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Frankfurt mit. Während das Inlandsgeschäft um 9 Prozent sank, kletterte das Auslandsgeschäft um 24 Prozent. Im dritten Quartal (Juli bis September) stieg der Bestelleingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent. Die Inlandsaufträge lagen bei plus einem Prozent, die Auslandsaufträge bei plus 6 Prozent.

In Bayern lag dem Branchenverband zufolge der Auftragseingang im September 56 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Das Inlandsgeschäft verzeichnete dabei ein Plus von 7 Prozent, das Auslandsgeschäft verbesserte sich um 79 Prozent. Im dritten Quartal ergab sich in Bayern insgesamt ein Plus von 23 Prozent im Vorjahresvergleich. Bei den Inlandsaufträgen lag das Plus bei 14 Prozent, bei den Auslandsaufträgen betrug das Plus 27 Prozent.

Russland bereitet Sorgen

Hingegen trifft die Krise in ihrem viertwichtigsten Auslandsmarkt Russland die Branche schwer. "Unser Geschäft mit Russland hat in den ersten acht Monaten ein Volumen von 4,4 Milliarden Euro", sagte VDMA-Chefvolkswirt Olaf Wiechers: "Das ist knapp eine Milliarde weniger als vor einem Jahr." Dabei sei die Nachfrage wegen der Konjunkturschwäche in Russland und des schwachen Rubel schon im Jahr 2013 gesunken.
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