Großkonzern Tui drückt nach Fusion mit Tui Travel beim Umbau aufs Tempo
Reiseriese nimmt Fahrt auf

Nach der Komplettfusion von Tui und Tui Travel geht die Konzernspitze den weiteren Umbau des weltgrößten Reisekonzerns an. Die Vorstandschefs Fritz Joussen und Peter Long wollen die Rechenzentren zusammenlegen und die fünf Charterfluglinien wie Tuifly und Thomson Airways bündeln. Auch die Kreuzfahrtlinien Tui Cruises und Thomson Cruises sollen enger aneinander rücken, wie die Manager am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hannover ankündigten. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember milderten gute Geschäfte der konzerneigenen Hotels und Kreuzfahrtlinien den typischerweise verlustreichen Tui-Start in den Winter. Unterm Strich stand ein Verlust von knapp 105 Millionen Euro nach 110 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um gut fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Airlines vor Bündelung

Während das bis kurz vor Weihnachten bei Tui Travel gebündelte Veranstaltergeschäft auch wegen des schwachen Euro tiefer in die roten Zahlen geriet, legten die eigenen Hotels wie Riu und Robinson sowie die Kreuzfahrtlinien Tui Cruises und Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten deutlich zu.

Co-Chef Joussen betonte, dass bessere Integration auch bei den Tui-Fluggesellschaften mit ihren 141 Flugzeugen nötig sei. "Wenn wir unsere fünf Chartergesellschaften zusammenlegen würden, wären wir bei hoher Auslastung europaweit die Nummer sieben", sagte Joussen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hannover (520)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.