Hartmut Mehdorn wehrt sich gegen externe Kontrolleure - Terminplan weiter unklar
Hauptstadt-Flughafen: Es hakt

Die Krise um den Hauptstadt-Flughafen schwelt weiter. Flughafenchef Hartmut Mehdorn wehrt sich gegen externe Kontrolleure in seinem Unternehmen. Der Bund und Brandenburg als Gesellschafter dringen aber auf bessere Kontrollmechanismen.

Der lange für den 12. Dezember angekündigte Terminplan bis zur Eröffnung des neuen Flughafens könnte noch länger auf sich warten lassen. Mehdorn beschwerte sich in einem Brief an Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD) vom 1. Dezember über eine bevorstehende Prüfung von Dokumenten, wie der "Tagesspiegel" berichtetet. Demnächst wollten elf Unternehmensberater alle entscheidenden Unterlagen der Jahre 2013 und 2014 unter die Lupe nehmen.

Effektivität prüfen

"Der Vorgang übertrifft aber alles, was man sich vorstellen kann", schrieb Mehdorn. Er habe angewiesen, dass vor einem förmlichen Aufsichtsratsbeschluss "keinerlei Unterlagen aus unserem Haus (...) herausgegeben werden dürfen". Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, die Gesellschafter hätten das externe Controlling beschlossen. "Dabei bleibt es", betonte er. "Es soll die Effektivität der Mechanismen, Abläufe und Berichterstattungswege innerhalb der Flughafengesellschaft prüfen. Auch die Auftragsvergabe und das Kosten- management werden analysiert."

Im Aufsichtsrat wird kommenden Freitag über ein mögliches "Terminband" bis zur Eröffnung des Flughafens gesprochen. Dabei bleibe es, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft. Weiter ist unklar, wie das Gremium nach dem Ausscheiden Wowereits gebildet wird.
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