Hartmut Müller weitere fünf Jahre Vorstandsvorsitzender
Verlängerung für Grammer-Chef

Die Führungsmannschaft von Grammer. Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller (Mitte) mit seinen Vorstandskollegen Manfred Pretscher (links) und Gérard Cordonnier. Bild: Huber

Der Amberger Autozulieferer Grammer blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Das Unternehmen steigerte seinen Konzernumsatz auf 1,42 Milliarden Euro. Für die Aktionäre soll es eine Dividende von 75 Cent je Aktie geben.

Amberg. Vor den ins Amberger Congresscentrum (ACC) geladenen Grammer-Aktionären dankte der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Probst bei der Hauptversammlung dem seit 2010 amtierenden Vorstandschef Hartmut Müller und informierte, dass Müller seinen Vertrag vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert habe.

Die Grammer AG ist weltweit tätig, ihr Geschäftsbereich unterteilt sich in die Bereiche Automotive und Fahrzeug-Sitzsysteme. Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller sprach vor den Aktionären von 20 Prozent Zuwachs bei Automotive und unterstrich, dass der Konzern in diesem Sektor beim Umsatz erstmals die Milliarden-Grenze übertroffen habe. Bei den Sitzsystemen, fuhr Müller fort, seien mit 458 Millionen Euro die vorher gehegten Erwartungen nicht erfüllt worden. Als Gründe dafür nannte er unter anderem einen erheblichen Umsatzeinbruch in Brasilien. Gleichwohl "lag der Umsatz in den letzten fünf Jahren bei jährlich fünf Prozent Wachstum".

Den 11 000 weltweit beschäftigten Mitarbeitern sprach der Vorstandsvorsitzende Anerkennung aus. Er nannte 48 Millionen Euro als Investitionssumme für 2015 und stellte eine Dividende von 75 Cent pro Aktie in Aussicht.

"Wir haben in allen Regionen unsere Präsenz ausgebaut", unterstrich Müller und zeigte sich gerüstet für die Einschätzung von Experten, "dass künftige Fahrzeuge von innen nach außen entwickelt werden". Für das erste Quartal des neuen Jahres sprach der Vorstandschef "von einem guten Start". Nach ersten Einschätzungen erwarte Grammer einen Konzernumsatz von 1,6 Milliarden Euro und damit erneutes Wachstum. Dabei wolle das Unternehmen alle Anstrengungen unternehmen, um seine Position auf dem internationalen Markt weiter auszubauen.

Die Verlagerung des Grammer-Hauptsitzes von Amberg nach Ursensollen (Kreis Amberg-Sulzbach) spielte bei der Hauptversammlung eine eher untergeordnete Rolle. Was das denn koste, wollte ein Aktionär wissen und erfuhr von Vorstandschef Müller, das man "von Kostenneutralität" ausgehe. In Ursensollen gebe es die Möglichkeit, neu zu bauen. In Amberg spare sich das Unternehmen Mietkosten an zwei Standorten. "Am Standort Immenstetten hätten wir weitreichend renovieren müssen", informierte Müller weiter.
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