Heute stellt AM Maschinenbau komplette Anlagen für die Fertigung her - Verdoppelung der ...
Unternehmerischer Start in der Garage

Innerhalb von 15 Jahren expandierte die Firma AM Maschinenbau von einer Ein-Mann-Dreherei zum Anlagen-Produzenten mit 40 Beschäftigten.
Erbendorf/Weiden. An eine amerikanische Karriere erinnert die rasante Entwicklung der Firma AM Maschinenbau in Erbendorf (Kreis Tirschenreuth). Unternehmensgründer Alfons Meierhöfer startete 1999 mit einer einzigen Drehmaschine - in seiner Garage. Heute zählt der Betrieb 40 Mitarbeiter, die im klassischen Metallhandwerk komplette Baugruppen fertigen, inklusive Montage. Bei den meisten der rund 40 Abnehmer dieser hochwertigen Investitionsgüter handelt es sich um Stammkunden, darunter Top-Adressen wie die BHS Corrugated oder Gallus. Knapp die Hälfte der maßgefertigten Produktion geht in den Export. Schon vier Jahre nach dem "Start-up", 2003, errichtete Alfons Meierhöfer die erste Halle; 2007 folgte die zweite Halle mit einer mächtigen Portalfräsmaschine, die zu den größten CNC-Fräsmaschinen in ganz Deutschland zählte, berichtete Meierhöfer beim Frühjahrs-Pressegespräch des Wirtschaftsclubs Nordoberpfalz.

Kaum Fluktuation

2013 baute Meierhöfer schließlich die dritte Halle samt vierstöckigem Bürotrakt. Herzstück ist eine Präzisions-Wasserstrahl-Schneideanlage, die mit einem Druck von sage und schreibe 4000 bar auf Hundertmillimeter genau Metall bearbeitet.

Bei der Betriebsführung setzt Meierhöfer auf die Eigenverantwortung seiner Mitarbeiter, von denen jeder selbst die komplexen Maschinen programmiert. Für das soziale Klima spricht, dass die Fluktuation "nahe Null" tendiert, das Durchschnittsalter der Belegschaft beträgt 30 Jahre. Einen herben Einbruch bescherte die Weltwirtschafts- und -finanzkrise im Jahre 2009. Um krisenunabhängiger zu werden, gründete Meierhöfer die Tochterfirma RMZ. Sie ist spezialisiert auf automatisierte Förderanlagen, die Bandbreite reicht vom Kieswerk bis zur Gießerei. Die Exportquote beträgt 80 Prozent, Hauptabsatzmarkt ist die Schweiz.

Meierhöfer spricht von "super angenehmen Geschäften" und plant zeitnah die Gründung einer weiteren Tochterfirma. Die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende. Der Inhaber peilt eine Verdoppelung der Belegschaft auf 80 Mitarbeiter an. Eben schloss er den Vorvertrag über eine erneute Erweiterung seines Betriebs. Die wohl größte Fräsmaschine Deutschlands mit 24 Meter Länge und sechs Meter Breite soll dann in Erbendorf stehen.

"Innovative Unternehmer"

Der Vizepräsident des Wirtschafts-clubs Nordoberpfalz, Stefan Rank, lobte "solch engagierte, innovative Unternehmer". "Die Wirtschaftsclub ist stolz auf solche Mitglieder. Die Nordoberpfälzer brauchen sich wahrlich nicht zu verstecken."
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