Hudsons's Bay will Warenhauskette Kaufhof übernehmen
Kaufhof: Hoffen auf neuen Eigner

Auch nach der Entscheidung über den Kaufhof-Verkauf sind noch viele Fragen offen. Metro-Chef Koch zeigte sich zuversichtlich, dass Hudson's Bay als neuer Eigentümer kräftig investieren will.

Nach dem Zuschlag für den kanadischen Handelskonzern Hudsons's Bay (HBC) im Bieterrennen um Kaufhof rechnet Metro-Chef Olaf Koch mit deutlich höheren Investitionen in die Kölner Warenhauskette. HBC habe "ganz andere Investitionsmöglichkeiten" als Metro, sagte Koch im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche". "Kaufhof wird jetzt die Aufmerksamkeit und die Mittel erhalten, die das Unternehmen verdient hat", sagte Koch. Metro habe dagegen immer vor dem Dilemma gestanden, dass jeder Euro, den das Unternehmen in die Expansion anderer Töchter gesteckt habe, ungleich mehr Rendite erzielt habe, als ein entsprechender Einsatz bei Kaufhof. Hudson's Bay will Kaufhof für rund 2,8 Milliarden Euro übernehmen. Hudson's Bay hatte angekündigt, zunächst für drei Jahre keine Standorte zu schließen und keine Mitarbeiter entlassen zu wollen. Konkrete Angaben zur Höhe der geplanten Investitionen gab es nicht. Nach Angaben einer Metro-Sprecherin hatte das Unternehmen beim Kauf auch einen Verbleib von Kaufhof für mindestens fünf Jahre in der Tarifbindung zugesagt.

Separates Unternehmen

Das kanadische Unternehmen hatte nach Bekanntwerden der Entscheidung angekündigt, 40 der 59 zu Kaufhof gehörenden Warenhaus-Immobilien in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Immobilienkonzern Simon Property einbringen zu wollen. Den Wert des Immobilienpakets hatte HBC mit rund 2,4 Milliarden Euro beziffert. Auch nach dem Verkauf werde Hudson's Bay die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen behalten, hieß es. So könnte es günstigere Kredite erhalten, um in die Filialen zu investieren.
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