IBM übernimmt Rechenzentren - Umbau belastet Nettoergebnis
Lufthansa lagert IT-Sparte aus

Die Lufthansa will ihre Rechenzentren an IBM verkaufen und ihre IT-Sparte Systems auflösen. Die Rechenzentren würden künftig von dem amerikanischen Konzern betrieben, teilte Europas größte Fluggesellschaft am Mittwoch in Frankfurt mit.

Die übrigen 2800 Mitarbeiter der Lufthansa Systems AG sollen künftig in zwei eigenständigen Gesellschaften des Konzerns ihre Software- und Beratungs-Dienstleistungen anbieten. Für die Rechenzentren will die Lufthansa mit IBM einen Service-Vertrag über sieben Jahre schließen und damit jährlich im Schnitt rund 70 Millionen Euro einsparen. Nach dem derzeitigen Verhandlungsstand wolle IBM alle rund 1400 Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Infrastruktur übernehmen. Die Standorte Kelsterbach und Budapest sollen erhalten bleiben. Der Umbau drückt allerdings auf den Gewinn: Eine Belastung von rund 240 Millionen Euro vor Steuern werde im laufenden Jahr das Nettoergebnis belasten, nicht aber den operativen Gewinn, hieß es.

Unterdessen macht sich innerhalb des Bodenpersonals Unmut über die Streiks der Piloten breit. Schichtleiter in Frankfurt warfen der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) in einem Brief vor, durch die Ausstände entstehe "für alle Mitarbeiter der Lufthansa Group ein enormer wirtschaftlicher Schaden und auf der Seite der Passagiere ein unwiderruflicher Image- und Vertrauensverlust".

Laut VC war ein Schreiben eingegangen, zu Details wurden aber keine Angaben gemacht. Ein Gewerkschaftssprecher sagte, man bedauere zusätzliche Belastungen von Kollegen am Boden und in der Kabine. "Aber die Piloten wehren sich gegen ein Tarifdiktat."
Weitere Beiträge zu den Themen: Frankfurt (2447)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.