IG Metall und Mitarbeiter machen mobil
Protest gegen Stellenabbau bei Siemens

Front machen gegen Stellenabbau: In Nürnberg demonstrierten Mitarbeiter und Auszubildende von Siemens gegen den geplanten Stellenabbau. Bild: dpa

Nürnberg. Mitarbeiter von Siemens haben in Nürnberg gegen den geplanten Arbeitsplatzabbau beim Konzern protestiert. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall fanden sich am Freitag zu einer Protestkundgebung rund 600 Menschen vor einem der betroffenen Werke ein. Neben dem Siemens-Betriebsratsvorsitzenden Gerald Eberwein und dem 2. IG-Metall-Bevollmächtigten Rudi Lutz sprach auch Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) zu den Beschäftigten. Auf Transparenten waren die Slogans "Wir bezahlen die Fehler der Manager" und "Marge/Profit um jeden Preis. Soziale Verantwortung? Zu teuer für Siemens!" zu lesen. "Es geht nicht nur um die Existenzen in Nürnberg. Durch den tiefen Einschnitt in die Strukturen am Standort kann dieser bedroht werden" sagte Lutz.

Siemens hatte am Mittwoch angekündigt, wegen der Nachfrageflaute aus der Öl- und Gasbranche rund 2500 Arbeitsplätze, davon rund 2000 in Deutschland, zu streichen oder zu verlagern. Von den Plänen betroffen sind in Bayern die Standorte Nürnberg, Ruhstorf, Bad Neustadt/Saale und Erlangen.
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