Immer mehr gewerbliche Zulassungen
Kfz-Gewerbe: Rabatte drücken auf Gewinn

Mehr verkaufte Autos, mehr Serviceaufträge: Autohäuser und Werkstätten sind gut ausgelastet. Nur die Preise könnten aus ihrer Sicht höher sein. Die Kunden sehen das anders.

Berlin. Autokäufer können auch heuer auf Rabatte beim Neuwagenkauf hoffen. Der Handel erwartet wie im Vorjahr den Verkauf von 3,2 Millionen Neuwagen. Dabei werde aber der Anteil der gewerblichen Zulassungen von zuletzt knapp zwei Dritteln weiter steigen, teilte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe am Donnerstag in Berlin mit. Ein großer Teil davon sind Hersteller- und Händlerzulassungen, von denen viele kurze Zeit später günstiger als junge Gebrauchte verkauft werden.

Im vergangenen Jahr war der Anteil der Hersteller- und Händlerzulassungen auf 30,6 Prozent gestiegen. Die Branche zog am Donnerstag zufrieden Bilanz für 2015. "Das Jahr ist sehr gut gelaufen, trotz des Skandals um manipulierte Emissionswerte", sagte Verbandspräsident Jürgen Karpinski. Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 156,5 Milliarden Euro.

Die Preisnachlässe drücken aber auf den Gewinn: Gemessen am Umsatz stieg dieser lediglich von 1,3 Prozent auf 1,4 Prozent. Notwendig für die Investitionen in Autohäuser und Ausbildung seien aber 3 Prozent, so Karpinski. Ein Renditebringer bleibt das Servicegeschäft. Durchschnittlich sind die Autos neun Jahre alt und müssen häufiger in die Werkstatt als jüngere Fahrzeuge. Auswirkungen des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen von VW ließen sich noch nicht eindeutig feststellen, so Karpinski.

Der Gurt: Erneut Rückruf bei ToyotaWegen Problemen mit Sicherheitsgurten muss der weltgrößte Autobauer Toyota 2,87 Millionen SUV-Modelle zurückrufen. Gurte in der Rücksitzreihe könnten bei einem Frontalzusammenstoß in Kontakt mit einem metallenen Sitzkissenrahmen kommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. In solch einem Fall könne der Sicherheitsgurt beschädigt werden.

Betroffen seien 1,33 Millionen Fahrzeuge in Nordamerika, 625 000 in Europa, 434 000 in China und 177 000 in Japan, teilte Toyota weiter mit. Dabei handelt es sich um SUV der Modellreihe RAV 4, die zwischen Juli 2005 und August 2014 gebaut worden seien. Betroffen sei auch der SUV Vanguard, der zwischen Oktober 2005 und Januar 2016 gebaut wurde. (dpa)
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