Immobilienreport: Regensburg boomt
Im Blickpunkt

Regensburg. (ehi) "Der Regensburger Markt ist heiß, aber nicht überhitzt", fasste Professor Sven Bienert, Geschäftsführer von IRE|BS, dem Institut für Immobilienwirtschaft der Uni Regensburg, die Ergebnisse des neuen "Immobilienreport Regensburg" zusammen. Diesen erarbeitete IRE|BS in Zusammenarbeit mit der Bulwiengesa AG sowie der Sparkasse Regensburg. Grundsätzlich seien in Regensburg die Rahmenbedingungen für Investitionen in Wohnraum positiv und werden das auch bleiben, betonte Bienert. Die Einwohnerzahlen steigen stetig und die Stadt habe überproportional viele Beschäftigte. Dies werde den Immobilienmarkt beeinflussen. So sei auch in Zukunft mit Preissteigerungen auf dem Regensburger Immobilienmarkt zu rechnen, betonte Bienert, diese würden jedoch geringer ausfallen.

Derzeit belege die Stadt bayernweit Platz zwei bei den am wenigsten erschwinglichen Eigentumswohnungen: Durchschnittlich 8,8 Jahreseinkommen sind zum Kauf einer standardisierten Referenzwohnung nötig. Teurer ist das nur in der Landeshauptstadt: Dort sind im Vergleich 12,3 Jahreseinkommen notwendig. Deutlich preiswerter ist hingegen der Landkreis. Dort kostet eine Wohnung 4,6 Jahreseinkommen. Der Einbezug des Landkreises ist dabei ein entscheidender Faktor des Berichts. "Das ist der erste Report, der nicht bei der Steinernen Brücke und dem Dom aufhört", beschrieb Sparkassen-Vorstand Markus Witt das Vorgehen.

Diese Ausweitung des Untersuchungsraumes bringt deutliche Unterschiede zum Vorschein. So betrug 2014 der Quadratmeterpreis einer Regensburger Bestandswohnung durchschnittlich 3100 Euro und 3800 für einen Neubau. "Es waren auch Ausreißer mit bis zu 6500 Euro pro Quadratmeter dabei", erläuterte Bienert. Im Landkreis lagen die Preise bei 1700 Euro pro Quadratmeter einer gebrauchten Wohnung und 2600 Euro für eine neue Wohnung.

Neben den regionsbedingten positiven Rahmenbedingungen würde außerdem die Niedrigzinslage dazu beitragen, dass viele Anleger in Wohnraum investieren. Auch hier geht Bienert davon aus, dass die Zinssituation mittelfristig so bleiben wird. "Investitionen in der Region Regensburg sind auch weiterhin sowohl zur Anlage als auch zur Eigennutzung wertattraktiv", meinte Bienert. Es sei nur wichtig, die Spreu vom Weizen trennen.
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