Industrie kann Wandel nicht alleine stemmen
Staat bei E-Autos gefordert

Die Entscheidung über staatliche Kaufzuschüsse für E-Autos wie den BMW I3 (Bild) ist noch nicht gefallen. Bild: dpa

Hamburg/Wolfsburg/Berlin. Die bisher schwächelnde Elektromobilität kann aus Sicht von Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller nicht ohne staatliche Förderung aus den Startlöchern kommen. "Die Anstrengungen unserer Industrie alleine werden nicht ausreichen. Es bedarf vielmehr einer gemeinsamen Kraftanstrengung", sagte Müller am Montag in Hamburg. "Notwendig dafür ist ein stimmiges Gesamtpaket."

Dazu gehöre zum Beispiel eine sichtbare Infrastruktur, etwa mit mehr Ladesäulen in den Innenstädten und an Autobahnen. "Sie ist die Voraussetzung dafür, dass bei den Kunden das nötige Vertrauen in die Elektromobilität wachsen kann", sagte Müller.

Am Dienstagabend beraten die Spitzen aus Industrie und Politik bei einem Treffen im Kanzleramt, wie man der E-Mobilität auf die Sprünge helfen kann. Denkbar ist eine Förderung ähnlich der Abwrackprämie. Beim Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Vertretern der deutschen Autoindustrie sind jedoch keine konkreten Beschlüsse zur Elektromobilität zu erwarten. Es handele sich um "ein erstes Beratungs- und Informationsgespräch", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Kraftprobe für Koalition


Die Bundesregierung steuert dabei auf eine Kraftprobe in der Frage staatlicher Kaufzuschüsse für Elektroautos zu. Ein Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bekräftigte am Montag in Berlin das klare Nein zu solchen Prämien. Dagegen machen sich SPD und CSU inzwischen abweichend vom Koalitionsvertrag für Zuschüsse stark, um die schleppende Nachfrage anzukurbeln.
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