Industrieeinbruch belastet Aktienmarkt

Aktien: Ein kräftiger Einbruch der Industrieproduktion hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag stark belastet. Der Dax rutschte zum Handelsende um 1,34 Prozent auf 9086,21 Punkte ab. Der MDax fiel um 1,31 Prozent auf 15 550,43 Punkte und der TecDax büßte 1,89 Prozent auf 1203,05 Punkte ein.

Die deutsche Industrie hatte im August den stärksten Rückschlag seit der Wirtschaftskrise vor fünf Jahren erlitten. In den Betrieben brach die Produktion saison- und arbeitstäglich bereinigt um 4 Prozent ein. Dies ist der stärkste Rückgang seit Januar 2009. Das schwache konjunkturelle Umfeld in Europa wirke sich besonders negativ auf die deutsche Wirtschaft aus, sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank.

Die Aktien der Lufthansa standen mit minus 5,26 Prozent am Dax-Ende. Händler verwiesen auf die Gefahren für den Luftverkehr durch eine mögliche Ausbreitung des Ebola-Virus, auf die Abkühlung des Konjunkturumfeldes in Europa sowie auf die Streikankündigung der Pilotenvereinigung Cockpit bei Lufthansa Cargo.

Im MDax zählten die Aktien des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers Krones mit minus 2,70 Prozent zu den schwächsten Werten. Einem Analysten zufolge belastet das Werben des Brauereikonzerns SABMiller um den Konkurrenten Heineken die Titel. Eine mögliche Fusion könnte Bierbrauer dazu veranlassen, Investitionen zu verschieben.

Der Eurostoxx 50 sackte um 1,80 Prozent auf 3082,10 Punkte ab. In New York stand der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss im Minus.

Renten:Die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere stieg von 0,74 Prozent am Vortag auf 0,75 Prozent. Der Rex legte um 0,03 Prozent auf 137,83 Punkte zu. Der Bund-Future stieg um 0,02 Prozent auf 150,13 Punkte.

Euro: Der Kurs des Euro stieg. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,2607 (Montag: 1,2565) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7932 (0,7958) Euro. (dpa)
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