Johanna-Frank-Preis im Schafferhof verliehen
Familienfreundliche Firmen

Die Gewinner des Johanna-Frank-Preises mit Ministerialdirektor Michael Höhenberger (Sechster von links) sowie (von links) Monika Langner, Barbara Mädl und Margot Salfetter vom Bündnis für Familie, Andreas Staible, Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit, Weiden und (von rechts) Oberbürgermeister Kurt Seggewiß sowie stellvertretendem Landrat Albert Nickl. Bild: bey

Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, ist nicht immer einfach. Dafür braucht es Unternehmen, die flexibel und offen sind. In der Region gibt es einige. Sie erhielten den Johanna-Frank-Preis.

Er bescheinigt den Firmen Familienfreundlichkeit. Beim Festakt am Freitag im Schafferhof war unter anderem Ministerialdirektor Michael Höhenberger, höchster Beamter des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, dabei. Er sprach sich klar für eine "menschliche Familienpolitik" aus.

Sieger in drei Kategorien

Den Johanna-Frank-Preis verliehen das Bündnis für Familie der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt in Zusammenarbeit mit dem Lions-Club Weiden und dem Lions-Club Lobkowitz. Die "Mühlschleif-Muse" aus Moosbach umrahmte den Festakt musikalisch.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl übernahm die Ehrung der Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten: Platz eins teilen sich BHS Corrugated, Weiherhammer, und Constantia Hueck Folien, Pirk. Das Unternehmen aus Weiherhammer zeichne sich durch eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik aus, habe intelligente Beschäftigungsmodelle, moderne Vergütungssysteme und flexible Arbeitszeiten eingeführt. Das Pirker Unternehmen habe als bedeutendste Maßnahme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf die "proaktive Kommunikation zur gemeinsamen Lösungsfindung" genannt und damit die Jury überzeugt, hieß es in der Laudatio. Großzügigste Arbeitszeitregelungen, die Übernahme von Betreuungskosten für Mitarbeiterkinder und das Gewähren eines monatlichen Zuschusses für einen Kindergartenplatz seien weitere wichitige Kriterien. Den zweiten Platz belegte die Kliniken Nordoberpfalz AG. Hier lobte die Jury ein "Wunschbuch", in das die Mitarbeiter ihre optimalen Arbeitszeiten eintragen können.

Andreas Staible, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Weiden, ehrte die Preisträger in der Kategorie 21 bis 100 Beschäftigte. Auf Platz eins setzte die Jury die Firma Josef-Reger-Bau GmbH, Vohenstrauß. Dort lautet der Grundsatz: "Durch den Rückhalt in der Firma sowie individuelle Arbeitszeiten vielen Arbeitnehmern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern."

Platz zwei belegte das Unternehmen Formanu AG, Neustadt, das persönlich abgestimmte Arbeitszeitmodelle für seine Mitarbeiter entwickelt, Umzugskostenzuschüsse gewährt und bei der Immobiliensuche behilflich ist. "Nix wie weg" aus Parkstein belegte Platz drei. Das junge Unternehmen übernimmt künftig Kinderbetreuungskosten, erstellt persönliche Teilzeitarbeitsmodelle und ermöglicht während der Elternzeit Home-Office.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß ehrte die erfolgreichenUnternehmen mit bis zu 20 Beschäftigten. Zum Sieger kürte die Jury die "easy-Apotheke" in Weiden, in der Harmonie unter den Mitarbeitern groß geschrieben werde, bei Teamabenden eventuelle Probleme offen erörtert und die Dienstpläne in Absprache mit den Mitarbeitern erstellt werden.

Den zweiten Platz sicherte sich die Firma "Sengenberger Friseur und Kosmetik" aus Neustadt. Die Jury war beeindruckt von der klaren Aussage, was geschieht, wenn das Kind einer Mitarbeiterin krank wird. "Die Frage stellt sich einfach nicht, sie bleibt daheim und aus." Die Firma Heinrich Popp Maler GmbH, Windischeschenbach, wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Im Betrieb mit zwei alleinerziehenden Vätern als Vollzeit-Beschäftigte werden immer gemeinsame Lösungen gefunden, wenn es gilt Alltagsproblemen entgegenzutreten.
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