Kabel-Spezialist im dritten Quartal mit Minus von 24,4 Millionen Euro
Leoni schreibt nach Betrugsfall Verlust

Der Querschnitt eines Brandschutzkabels des Kabel-Herstellers und Autozulieferers Leoni. Archivbild: dpa

Nürnberg. Nach dem erlittenen millionenschweren Betrug im Sommer ist der Autozulieferer Leoni tief in die Verlustzone gerutscht. Trotz nur leichter Umsatzrückgänge verzeichnete das im MDax notierte Unternehmen im dritten Quartal einen Konzernverlust von 24,4 Millionen Euro, teilte Leoni am Mittwoch in Nürnberg mit. Im Vergleichsquartal 2015 hatte es noch einen Überschuss von 15,7 Millionen Euro gegeben.

Verantwortlich für die roten Zahlen ist ein Betrugsfall im August. Unbekannte Täter hatten Leoni um 40 Millionen Euro gebracht. Sie hatten dazu gefälschte Dokumente und Identitäten sowie elektronische Kommunikationswege benutzt. Damit sei das Geld auf Konten im Ausland transferiert worden.

Auch schwankende Wechselkurse und Rohstoffpreise, etwa für Kupfer, machten das Geschäft für Leoni im Spätsommer schwierig. Der Umsatz sank um 3,6 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Trotzdem hält der Vorstand an seiner im September gesenkten Prognose fest: Er rechnet für 2016 mit einem operativen Gewinn (Ebit) von 65 Millionen Euro und damit rund 57 Prozent weniger als vor einem Jahr. Beim Umsatz geht das Management von 4,4 (2015: 4,5) Milliarden Euro aus.
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