Kabinett gibt Versicherungen mehr Spielraum

Versicherer sollen das Geld der Kunden künftig verstärkt in Infrastruktur-Projekte investieren können. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern einen Verordnungsentwurf zur Lockerung der Anlagevorschriften. Damit soll Versicherern die Investition in potenziell ertragreicheren Anlagen sowie der Zugang zu langfristigen Anlagen erleichtern werden. Die Ergänzung passe gut zum langfristig ausgelegten Versicherungsgeschäft und sei angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes auch sinnvoll, hieß es.

Vor allem Lebensversicherer haben wegen der niedrigen Zinsen Probleme, die hohen Zusagen der Vergangenheit an Kunden zu erwirtschaften und suchen daher neue Möglichkeiten der Geldanlagen. Zugleich sucht der Staat angesichts hoher Sanierungskosten private Investoren für den Bau von Straßen und anderen Infrastruktur-Vorhaben. Lebensversicherer legen ihr Kapital langfristig und breit gestreut an. Sie unterliegen dabei nach Angaben des Branchenverbandes GDV strengen Vorschriften, da die Sicherheit der Kapitalanlagen oberste Priorität habe.
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