Karstadt-Eigner Benko gibt angeblich Gebot für Konkurrenten Kaufhof ab
Neuer Anlauf zu einer Fusion

Schon seit Jahren wird in der Handelsbranche über eine Fusion der beiden großen deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof spekuliert, mit der umfangreiche Kosteneinsparungen etwa durch den Abbau einer Zentrale erzielt werden könnten. Metro zählt Kaufhof nicht mehr zum Kerngeschäft. Archivbild: dpa
Neun Monate nach der Komplettübernahme von Karstadt greift der österreichische Immobilieninvestor René Benko Medienberichten zufolge auch nach dem größten Konkurrenten Kaufhof. Demnach hat der Karstadt-Eigentümer über sein Unternehmen Signa Retail ein Kaufangebot in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro für den Rivalen abgegeben. Laut "Welt" hätten Kreise der beteiligten Unternehmen Benkos Vorstoß bestätigt.

Der Kaufhof-Mutterkonzern Metro wollte die Berichte nicht kommentieren. Es gebe "verschiedene Gespräche", aber "keine Ergebnisse oder Entscheidungen", hieß es. Voraussetzung für einen Verkauf seien ein angemessener Preis, eine solide Finanzierung und ein schlüssiges Zukunftskonzept, heißt es in der Metro-Mitteilung. Die Signa Holding in Wien wollten die Berichte auf Anfrage nicht kommentieren. Der "Welt" zufolge soll auch der kanadische Handelsriese Hudson's Bay Investor Interesse an der Metro-Tochter signalisiert haben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Düsseldorf (827)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.