Karstadt schließt fünf Häuser zusätzlich
"Ein bitterer Tag"

Kunden vor verschlossene Türen: Wegen einer Betriebsversammlung öffnete am Dienstag die Karstadt-Filiale in Neumünster (Schleswig-Holstein) später als sonst. Die Filiale soll 2016 geschlossen werden. Bild: dpa
Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt macht fünf weitere Warenhäuser dicht. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Betroffen sind die Standorte in Dessau (Sachsen-Anhalt), Neumünster (Schleswig-Holstein), Recklinghausen, Bottrop, und Mönchengladbach-Rheydt (alle Nordrhein-Westfalen). Das Unternehmen begründete die Schließungen unter anderem mit einer seit Jahren negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Standorte. Nach Gewerkschaftsangaben sind von den Schließungen 540 Beschäftigte betroffen. Karstadt hat derzeit noch rund 16 000 Beschäftigte. "Ohne zum Teil sehr schmerzliche Entscheidungen, wie die Schließung von Filialen ohne strategische Perspektive, können wir die Gesundung des Gesamtunternehmens nicht sichern", teilte Karstadt-Chef Stephan Fanderl mit. Karstadt nannte außerdem als gravierenden Nachteil der fünf Standorte einen steigenden Wettbewerbsdruck durch teils innerstädtische Einkaufscenter. Zudem seien die Bevölkerungsentwicklung und die Kaufkraft rückläufig. Die Filialen in Bottrop und Dessau sollen zum 31. März 2016, die übrigen drei Standorte zum 30. Juni 2016 geschlossen werden. "Das ist ein bitterer Tag für die Beschäftigten von Karstadt", sagte der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende von Karstadt, Hellmut Patzelt.
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