Kartellamt: Müllgebühren unter der Lupe

Konkrete Verdachtsfälle gäbe es keine. Dennoch hat die Wettbewerbsbehörde Auffälligkeiten bei den Müllgebühren in einigen Regionen festgestellt, denen sie nachgehen will. Bild: dpa
Das Bundeskartellamt will die Müllgebühren in Deutschland genauer prüfen. Die Wettbewerbsbehörde bereite eine Sektoruntersuchung zur Hausmüllentsorgung vor, in der das Geschäftsgebaren der Branche durchleuchtet werde solle, berichtete ein Kartellamtssprecher am Montag. "Wir haben den Eindruck gewonnen, dass der Wettbewerb in der Abfallwirtschaft nicht mehr richtig funktioniert", zitierte die Zeitung Eva-Maria Schulze, die Vorsitzende der 4. Beschlussabteilung bei der Bonner Behörde. Einen konkreten Verdachtsfall gebe es zwar nicht. Aber es sei auffällig, dass immer weniger Entsorgungsbetriebe an der Ausschreibung von Aufträgen teilnähmen oder große Entsorgungsfirmen in einigen Regionen gemeinsam beteiligt wären, statt gegeneinander anzutreten. Auffällig sind demnach auch die Unterschiede in der Höhe der Gebühren in den einzelnen Kommunen. Mit Behältern und Sammel-Rhythmen sei das nicht mehr zu erklären.
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