Kartellstrafe für Eberspächer

Das Familienunternehmen Eberspächer aus Esslingen (Baden-Württemberg) muss eine Kartellstrafe von 68 Millionen Euro zahlen. Der Abgas- und Klimaanalagen-Spezialist habe mehr als zehn Jahre lang mit seinem Wettbewerber Webasto aus Stockdorf (Kreis Starnberg) abgesprochen, sich gegenseitig keine Konkurrenz zu machen, teilte die EU-Kommission in Brüssel am Mittwoch mit.

Die beiden Unternehmen hätten sich bei Preisen für Standheizungen und Zuheizer abgestimmt und diese somit künstlich hoch gehalten. Zudem hätten die Firmen ihre Kunden untereinander aufgeteilt. Beim Verkauf an Händler tauschten sie der EU-Behörde zufolge ihre jährlichen Preislisten aus und glichen ihre Rabatte für die Händler an. Eberspächer erklärte, es seien Schritte unternommen worden, um künftige Kartellverstöße auszuschließen. Webasto wurde das Bußgeld komplett erlassen, weil das Unternehmen die EU-Kommission über das Kartell unterrichtet hatte.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.