"Keine Welle von negativen Sparzinsen"

Verbraucherschützer rechnen nicht damit, dass Millionen Sparern Negativzinsen für ihre Guthaben drohen. "Negativzinsen im großen Stil kann sich die Branche vor dem Hintergrund des Vertrauensverlustes durch die Finanzkrise nicht leisten", sagte Christian Ahlers vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

Die Deutsche Skatbank verlangt für Beträge auf Tagesgeldkonten von mehr als 500 000 Euro einen Minuszins von 0,25 Prozent. Allerdings wird dieser nach Angaben der Bank erst dann fällig, wenn die Gesamteinlagen des Kunden - unabhängig von der Anlageform - drei Millionen Euro überschreiten. Das Institut ist eine Direktbank-Tochter der Volks- und Raiffeisenbank Altenburger Land. Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken erklärte: "Genossenschaftsbanken berechnen auch weiterhin regelmäßig keine negativen Zinssätze bei Privateinlegern." Beim Bundesverband deutscher Banken hieß es, der Wettbewerb spreche gegen Negativzinsen für Privatkunden. Es sei aber die Entscheidung des einzelnen Instituts. Der bayerische Sparkassenverband teilte mit, die Sparkassen in Freistaat hätte keine Pläne für die Einführung von "Strafzinsen" auf Spareinlagen.
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