Kläger Max Schrems

Der Österreicher Max Schrems hat am Dienstag am Europäischen Gerichtshof ein maßgebliches Urteil erwirkt. Das bisherige "Safe-Harbor"-Datenabkommen mit den USA wurde gekippt. Ausgelöst wurde das Verfahren durch den Streit des jungen Datenschutzaktivisten mit Facebook. Der Österreicher hatte das weltgrößte Online-Netzwerk verklagt, weil seiner Ansicht nach seine persönlichen Nutzerdaten in den USA nicht vor staatlicher Überwachung geschützt sind. Schon 2011 kämpfte er beharrlich um sein Auskunftsrecht und ließ sich von Facebook alle Daten zusenden, die über ihn gesammelt worden waren. Im August 2014 reichte er dann mit seinen Unterstützern eine Sammelklage ein.

Ihm gehe es um die Sache, und er sei auch kein Facebook-Hasser, sagt Schrems. Aber er habe den Vorteil, als Hobby-Programmierer auch technisch ein wenig hinter die Kulissen blicken zu können. Sein Verein "Europe versus Facebook" fand bereits zahlreiche Unterstützer, bislang kamen mehr als 65 000 Euro an Spenden zusammen. Gelder, die nicht gebraucht würden, würden erstattet, heißt es. (dpa)
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