Klimaschutz
Bauernverband gegen „Strafsteuern“ auf Fleisch und Milch

Berlin. Der Deutsche Bauernverband lehnt eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch und Milch ab. "Strafsteuern halten wir nicht für sinnvoll", sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken am Samstag in Berlin. Berater der Bundesregierung hatten eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch, Wurst, Milch und andere tierische Produkte empfohlen. Da bei der Produktion tierischer Lebensmittel mehr Treibhausgase entstünden als bei pflanzlichen, solle für sie der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gelten, heißt es in einem Klimagutachten, das am Freitag an Landwirtschafts- und Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) übergeben wurde. Bisher gilt der reduzierte Steuersatz von sieben Prozent. Krüsken sagte, das Klimagutachten enthalte generell gute Ansätze. Höhere Steuern aber hätten keine Lenkungswirkung für die Konsumenten. Es sei fraglich, ob die Verbraucher dann weniger Fleisch essen würden. Der Bauernverband halte außerdem nichts davon, tierische Produkte mit Blick auf den Klimaschutz "pauschal zu dämonisieren". Es komme darauf an, wie und mit welcher Effizienz die Produkte erzeugt werden.

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