Königsteiner Golfanlage wegen Insolvenz lahmgelegt
Kein gutes Handicap

Die Fähnchen an den Löchern sind weg, auf jedem erreichbaren Schild klebt ein Hinweis: "Benutzung nicht gestattet!" In Königstein ruht der Golfbetrieb. Eine Insolvenz hat den beliebten Platz komplett lahm gelegt. Wie konnte es nur so weit kommen?

Seit 1. November ist das Insolvenzverfahren eröffnet, und der Verwalter hat sofort reagiert: Dr. Jochen Zaremba stoppte den Spielbetrieb. "Es ist kein Geld mehr da zum Betrieb der Anlage, auch nicht für die nötigen Versicherungen."

Lange Entwicklung

Die Kosten seien zu hoch für die Umsätze, meint der Experte, nachdem er ein Gutachten über die wirtschaftliche Situation angefertigt hatte. Das komme aber sicher nicht von heute auf morgen. Betrieben hatten die Anlage die Königsteiner Golfanlagen GmbH& Co. KG sowie der Golfclub Königstein-Namsreuth.

Nicht beteiligt, wohl aber Leidtragender ist dagegen der Golf- und Landclub (GLC) Königstein, dem jetzt seine Spielmöglichkeiten genommen wurden. Seit Anmeldung der Insolvenz Mitte September konnte nämlich noch weiter gegolft werden - das ist jetzt aber erst einmal vorbei.

Die rechtliche Konstruktion sei "verzwickt", gibt der Insolvenzverwalter zu. Die Ursache der Pleite dagegen scheint dagegen klar: Die Ausgaben für Pflege, Instandhaltung des Platzes, Grundstückspacht, Personal, Lieferanten etc. überstiegen wohl schon seit einiger Zeit die Einnahmen aus dem Spielbetrieb.

Eine "deutlich sechsstellige Summe" ist inzwischen aufgelaufen. Zaremba und auch der Golf- und Landclub sind nun auf der Suche nach Investoren zur Fortführung, entsprechende Gespräche laufen. Schließlich gehört die 1990 eröffnete 18-Loch-Anlage zu den landschaftlich schönsten in der Oberpfalz.
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